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Am Eingang zum Friedensacker steht der Bildstock von pax christi mit dem Gewehr zerbrechenden Jesus
Am Eingang zum Friedensacker steht der Bildstock von pax christi mit dem Gewehr zerbrechenden Jesus
Friedenspagode

                               Friedenspagode

 

 

Der Glimbacher Friedensacker


Um eine Ausweitung des Militärgeländes zu verhindern, wurde von dem Koordinations-sausschuss Linnich, dem Zusammenschluss der Friedensinitiativen im Rheinland, im Jahr 1986 eine große angrenzende Ackerfläche erworben. Diese wiederum wurde in hunderte Parzellen unterteilt und weltweit quadratmeterweise weiter verkauft.

Anteilseigner wurden damals genau 1.268 Menschen, wovon ca. 600 sich beim Amtsgericht Jülich in das Grundbuch eintragen ließen. Dies war eine strategische Entscheidung. So könnten sich im Falle einer Enteignung immer wieder neue Besitzer ins Grundbuch eintragen lassen.

Zu den Anteilseignern gehören unter anderen Fernsehpfarrer Jürgen Fliege, Antje Volmer, Christa Nickels, die verstorbenen Petra Kelly und Horst-Eberhard Richter. Aus rechtlichen Erwägungen rief der Koordinationsausschuss eigens die Gesellschaft Friedensacker ins Leben.

Der von vielen Mitgliedern der Friedensbewegung im In- und Ausland anteilig erworbene Acker soll deshalb als Zeichen des Friedens wieder den deutlicher werdenenden Zeichen militärischer Gewalt entgegen gesetzt und seiner Bedeutung als Mahnstätte zurückgegeben werden.

Heute ist der Friedensacker in Sichtweite des vor einem Jahr bezogenen Natobunkers eine Streuobstwiese, von der man im Herbst Äpfel und Birnen ernten kann. Die Gottesdienste will pax christi wieder aufleben lassen.

Schild am Zaun zum Glimbacher NATO-Bunker
Schild am Zaun zum Glimbacher NATO-Bunker
Der Nato-Bunker in Glimbach ist praktisch ein in die Erde gebautes Hochhaus, das völlig autark von der Außenwelt betrieben werden kann. Es verfügt mit seinen  sechs Stockwerken über gut 14000 Quadratmeter Nutzfläche. Der umbaute Raum beträgt knapp 100 000 Kubikmeter. Kosten des unterirdischen Baus ca. 165 Millionen DM. Im Notfall ist der Nato-Bunker in der Lage, das gesamte Brusumer AFNORTH-Haupquartier aufzunehmen.*

Damit die Anlage stets einwandfrei funktioniert, stehen dem Bunker-Kommandanten auch Zivilbedienstete zur Verfügung.Ein Ingenieur, ein Brandmeister, fünf Elektromeister und fünf weitere Angestellte sind für Betrieb und Wartung der Einrichtung zuständig.

*(Regional Headquaters, Alied Forces North Europe) beheimatet in Brusum/NL

Link: pax christi Gruppe Jülich

 

 

 

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