Katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus, Mönchengladbach-Hardt > Kindergarten > Infos für Eltern + Kinder

                                                                                                                                                                         

Kinder stark machen

Macht man einen Menschen fähig, den richtigen Weg zu gehen,
macht man ihn unfähig für den falschen.  (Laotze)

Gibt man Kindern zuviel von dem, was sie wollen,
bekommen sie zu wenig von dem, was sie brauchen.

Liebe Eltern,

"Was soll ich tun?" - "Mir ist langweilig!"
                              

 

Diese oder ähnliche Sätze sind ihnen sicherlich allen nur zu bekannt. Und immer fragen sie sich, wie dies angesichts voller Kinderzimmer und zahlloser Spielmöglichkeiten sein kann? Doch die Kinder sind unzufrieden.

Doch wer will schon, das seine Kinder unzufrieden sind? Eltern sehen es als ihre Aufgabe an, ihre Kinder zufrieden zu stellen. Die Kinder sollen glücklich sein, ihnen soll  es an Nichts fehlen und sie sollen anderen gegenüber nicht zurückstecken müssen.

Also stellt sich die Frage:

-          „Braucht das Kind anderes Spielzeug (das vorhandene weckt ja offensichtlich nicht das Interesse des Kindes)

-          Kaufe ich etwas Neues, auch wenn kein Anlaß( Weihnachten, Geburtstag....) besteht?

-          Vielleicht stellen wir doch einen Fernseher ins Kinderzimmer,

-          Game-Boy, Playstation und Videospiele

-          Noch eine Ladung Playmobile, Legosteine, oder die neue Barbie samt Zubehör.“

Wenn sie so verfahren werden sie bemerken, das sich die Situation nicht ändert. Im Gegenteil, Langeweile stellt sich immer schneller ein. Und als Ergebnis entwickeln sich :

                                  Phantasielose, gelangweilte Kinder mit wenig sozialer Kompetenz.

                       Kinder, die unfähig werden eigenständig ihr Leben zu meistern.

Kinder, die ihre materiellen Wünsche fast immer sofort erfüllt bekommen, brauchen sich nicht anzustrengen, brauchen den gelegentlichen Frust nicht aushalten lernen, brauchen aufkommende Langeweile nicht ertragen. Sie brauchen sich keine Gedanken zu machen, um Probleme selber zu lösen.

 

Ist die Phantasie jedoch nicht vorhanden, so bleiben Spiel, eigene Erfahrungen selber Wege eigener Handlungs- und Lösungsstrategien zu entwickeln auf der Strecke.

 

Ebnen wir unseren Kindern immer den Weg, nehmen ihnen Schwierigkeiten aus der Hand , lösen Probleme, handeln also an Stelle des Kindes, so handeln Eltern sicherlich nicht aus Bequemlichkeit oder Gleichgültigkeit. Eltern handeln aus einem positiven Antrieb.

 

ELTERN WOLLEN NUR DAS BESTE.

Doch was erreichen wir?

Kinder werden schwach,

-            trauen sich selbst nichts zu,

-            können keine eigenen Erfahrungen machen,

-            lernen den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen

-            werden manipulierbar

-            werden abhängig z.B. von Süßigkeiten, Fernsehen, Computerspielen,

       neuen Sachen.... die all zu oft als Tröster oder Belohner herhalten müssen

 

Sie werden abhängig von anderen Menschen, von Meinungen, von dem was der „Freund“ sagt, hat oder tut, oder von dem, was Werbung und Marken suggerieren.

Ist dieses System erst einmal verinnerlicht , so ist die Gefahr groß, daß Kinder im Jugend- und Erwachsenenalter ähnlich verfahren.

 

Natürlich kann das nicht unser Ziel sein.

 

Daher möchten wir in den nächsten Wochen und Monaten ganz besonders Hilfen anbieten, damit Kinder stark werden! Damit sie Kinder werden können, die:

-          Fähig sind eigene Entscheidungen zu treffen

-          Alltagssituationen bewältigen können

-          Lösungen finden Schwierigkeiten zu meistern

-          Mit Niederlagen umgehen können

-          Mit Frustration und Ablehnung umgehen können

-          Zufriedenheit aus dem eigenen Tun erleben können

-          Sich in der Gemeinschaft zurecht finden können und diese positiv weiterentwickeln

-          Hilfen bei Anderen suchen können und gemeinsam Lösungen finden

-          Lernen Verantwortung zu übernehmen, für sich und andere

-          Ein Ziel verfolgen können

-          Mutig sind sich auf Neues einzulassen

-          Bereit sind sich selbst zu Fordern

-          Freiräume sinnvoll Nutzen lernen

-          Sich wohl fühlen , Glücklich und zufrieden sind

 

Diesen Zielen können wir nur gemeinsam mit ihnen näher kommen. Sie werden auch nicht alleine durch dieses Projekt erreicht. Vielmehr ist es ein Prozeß, der sich durch die ganze Kindheit zieht. Die wichtigsten  Grundsteine werden aber schon jetzt, in der frühen Kindheit gelegt.

 

Ein altes Sprichwort sagt:

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“

 

Und wenn alle an der Erziehung beteiligten an einem Strang ziehen, kann viel erreicht werden.

Wir möchten sie bitten dieses Projekt als Anlaß zu nehmen die Erziehungssituation zu Hause zu reflektieren und gegebenenfalls die Weichen neu zu stellen.

 

Das Projekt zum Thema „Kinder stark machen“ gliedert sich in verschiedene Teilbereiche.

 

Geplant sind folgende Themen:

 

Eine Reise ins Land der Phantasie (Aktuelles Thema)

 

Hab ich Mut, geht alles gut         Was mir gut tut (gesunde Ernährung, Bewegung,

                                                                              seelische Wohlbefinden.....)

                                                                                           

          Unser  Freund heißt Jesus Christ              Kinderbibeltage        

                         

 Freunde            Wir gehören zusammen                      Ich schaff`´ das schon

 

 

                                                                                         

Wenn sie Fragen haben , so sprechen sie uns bitte an. Informationen über den Weg dieses Projektes in den einzelnen Gruppen finden sie an den jeweiligen Infotafeln.

 

Wir wünschen uns für unsere Kinder, das wir gemeinsam einen guten Weg finden und freuen uns auf eine erlebnisreiche Zeit.

 

Ihr Regenbogenteam

 

 

Gedanken und Anregungen aus:

-          Bausteine Kindergarten 2/97

                Verlag Bergmoser + Höller

-          Abschied von der Spaßpädagogik –Dr. Albert Wunsch

                 Verlag Kösel

Hardt, im Dezember 2003

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