Kirche in der Region Kempen-Viersen
Viel Lust auf Mitverantwortung bei den Katholiken im Kreis Viersen
Vollversammlung des Regionalen Katholikenrats Kempen-Viersen bestimmte Vorstandsteam und Arbeitsprogramm für die nächsten vier Jahre
Mit bewährten Kräften und neuen Gesichtern gestärkt in die Zukunft: Das ist die Devise des Katholikenrats der Region Kempen-Viersen. Bei seiner konstituierenden Vollversammlung am 18. Mai bestätigten die Delegierten aus Gemeinden und Verbänden den langjährigen Vorsitzenden Altfrid Spinrath in seinem Amt. Überraschend: Das Team an seiner Seite erweiterte sich mehr als erwartet.
Gestärkt in die Zukunft - der neue Vorstand, v.l.: Pfr. Klaus Esser, Brigitte Müller (GdG Viersen), Markus Nievelstein, Altfrid Spinrath, Vorsitzender, Karen Pilatzki (GdG Viersen), Tamara Schubert (Arbeitsloseninitiative), Johannes Nienhaus, Thomas Neef (Verband Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, KKV) und Peter Lennackers (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, KAB). Foto: Thomas Hohenschue

Es gibt offensichtlich in der katholischen Region Kempen-Viersen viel Lust auf Mitgestaltung von Kirche und Gesellschaft. Bei der Suche nach Kandidaten für den Vorstand waren Altfrid Spinrath und Mitstreiter durchaus erfolgreich gewesen. Und doch tauchten bei der Vollversammlung Frauen und Männer auf, die sich nun außerdem in den nächsten vier Jahren im Rat einsetzen möchten.

Dem neuen und alten Vorsitzenden machte das große Freude. „Was hilft den Gemeinden und was tut den Menschen im Kreis Viersen gut?“ hatte er als Leitfragen formuliert und mit Blick auf den strukturellen Umbruch der Kirche gesagt, man müsse neue Wege einschlagen. Noch ganz beseelt vom Ökumenischen Kirchentag, betonte er: „Es lohnt sich, in der Kirche aktiv zu sein.“

Regionaldekan Johannes Quadflieg wird dies gern gehört haben. Zu Beginn der Vollversammlung hatte er die Delegierten aufgefordert, sich mit ihren Fähigkeiten und Talenten einzubringen und Mitverantwortung in der Kirche zu übernehmen. In diesem Einsatz der Laien liege die Zukunft des Bistums Aachen, sagte Quadflieg, und erinnerte an das allgemeine Priestertum, zu dem alle getauften Christen berufen sind.

In der Region Kempen-Viersen bedeutet dies zu allererst den Einsatz für Menschen, die am Rand stehen und bedrängt sind. Der Rat engagiert sich so zum Beispiel weiter für Arbeitslose und für Frauen in Schwangerschaftskonflikten. Er will die politischen und anwaltlichen Funktionen des jüngst aufgelösten Flüchtlingsrates übernehmen. Und er wird die Schulentwicklung im Kreis Viersen beobachten.

Außerdem beteiligt sich der Rat am Konsultationsprozess der Bischöflichen Kommission „Kirche und Arbeiterschaft“ zu Fragen der sozialen Gerechtigkeit. All dieses wird der Rat angehen, auch unter dem Handicap einer stark gestutzten regionalen Struktur. Er ist gut vernetzt mit dem Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, der für eine bessere Ausstattung der Laienarbeit eintritt.

Der neue Vorstand im Einzelnen: Vorsitzender: Altfrid Spinrath; stellvertretende Vorsitzende: Markus Nievelstein und Tamara Schubert (Arbeitsloseninitiative); Beisitzer: Claudia Kellewald-Stieger (GdG Kempen-Tönisvorst), Peter Lennackers (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, KAB), Brigitte Müller (GdG Viersen), Thomas Neef (Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, KKV), Karen Pilatzki (GdG Viersen). In den Diözesanrat delegiert wurden Altfrid Spinrath und Karen Pilatzi sowie als Ersatzdelegierter Thomas Nellen.

Veröffentlicht: 19.05.2010 Thomas Hohenschue
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