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8 Lebenslauf von Pastor Joseph Kicken (Langfassung)

8 Lebenslauf von Pastor Joseph Kicken

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8 Lebenslauf von Pastor Joseph Kicken

Joseph Kicken wurde im Sommer 1918 in Aachen geboren. Seine Schulausbildung schloss er 1937b mit dem Abitur am humanistischen Kaiser-Karls-Gymnasium ab. Während seiner Schulzeit spielten Anton Rocca als 14. Pfarre von Richterich und der damalige Kaplan Buchkremer, der spätere Aachener Weihbischof, eine wichtige Rolle. Im Anschluss an das Abitur studierte er zunächst in Bonn, dann in Paderborn Theologie. In Bonn war er während dieser Zeit gleichzeitig Gasthörer in Psychiatrie und Kunsthistorik (bei Prof. Lützeler).

Ende 1939 erfolgte eine Studienunterbrechung durch die Einberufung zur Wehrmacht. Er war bei einer Sanitätseinheit in Polen und Frankreich stationiert. Nach einer Kriegsverwundung erfolgte wegen nicht weiterer Frontverwendungsfähigkeit die Freistellung zum Studium der Medizin in Wien, später in München. Gegen Kriegsende wurde er erneut auf einen Hauptverbandplatz in Russland geschickt, dann nach Ungarn; später arbeitete er auf einer Augenstation. Von Ungarn aus erfolgte der Rückzug über die Alpen. anschließende prägende Erlebnisse waren Gefangenschaft, Gefangenenlager in Österreich, Hungersnot, Entlassung, Bettelmarsch zurück nach Aachen. 1946 konnte er sein Medizinstudium in Bonn fortsetzen, entschied sich dann aber endgültig für die Theologie.

Am 25. Juli 1949 empfing er die Priesterweihe im Aachener Dom durch Bischof Van der Velden. Bevor er am 2. November 1962 zum Pfarrer in Richterich ernannt wurde, arbeitete er in St. Thekla, Merkstein und in St. Mariä-Rosenkranz in Willich.

Bis Anfang 1986 gab Pfarrer Kicken regelmäßig Religionsunterricht an der Volks- und späteren Grundschule in Richterich und ? nach deren Teilung ? zusätzlich an der Hauptschule in Laurensberg bis zu 14 Wochenstunden.

1974 konnte der Pastor sein 25jähriges Priesterjubiläum begehen, 1988 das 25jährige Ortsjubiläum und 1989 das Jubiläum seiner 40jährigen Priesterweihe.

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